A k t u e l l e s

Generation „Solibabys“

Do 04.12.2019 | 19:30 | zdf auslandsjournal extra 

Familiensuche in Mosambik

Nicht ohne meine Tochter

von Melanie Haack

zdf-Ankündigung: "In den 80er Jahren kamen rund 20.000 mosambikanische Gast-arbeiter in die DDR. Nach dem Mauerfall wurden rund 17.000 nach Mosambik abgeschoben. Geblieben sind geschätzt 2000 Kinder mosambikanischer Väter und deutscher Mütter. Nun suchen sie ihre Väter."  facebook/ zdf-panorama

Warum wurden sie nicht gleich nach der Wende oder danach gesucht, die Väter der "Solibabys"? Das fiel den ostdeutschen Müttern nicht leicht und umgekehrt den Vätern auch nicht. Gleich nach der Wende wäre es leichter gewesen, aber da waren die Prioritäten andere. Die Kinder aber wollen es nach 30 Jahren wissen und gehen anders, offener mit dieser Suche um. Manches braucht Zeit. Fatima macht privat, was das Auswärtige Amt seit Jahren abgehoben hintertreibt, in dem die Genscher-Doktrien gilt (Kein vernetzter und kenntnisreicher DDR-Diplomat wird übernommen). Das SPDgeführte AA stellte wegen einer skandalösen österreichischen Geschäftsführerin von Gnaden des Goethe-Instituts und der GIZ* 2016 die finanzielle Unterstützung des ICMA in Maputo ein. Somit konnte und kann dieser mosambikanische Verein der "Madgermanes" familiäre Zusammenführungen nicht mehr organisieren.

 Jeder Ossi musste seine rentenrechtlichen Angelegenheiten bis Ende der 90er Jahre klären, denn danach wurden die Personalakten der VEB und Kombinate zerschreddert, wenn sie nicht schon vorher verschwunden waren. Nur in diesen Aufzeichnungen hätte man bis dahin auch die Namen der Väter finden können. 

 

Seit 2011 gibt es diese Webseite "Auslaender-in-der-DDR.com" auf der sich das ZDFteam hätte über die Verträge informieren können. Es gibt das BMAS, das auch etwas zu der rechtlichen Situation sagen kann. Und es gibt bzw. gab bei Bündnis90/den Grünen sowie bei den Ausländerbeauftragten in den Bundesländern Zeitzeugen, die etwas zu Herrn Dr. Wolfgang Schäuble sagen können und zu seiner damals "DDR-Ausländer"-feindlichen Rolle als deutscher Innenminister. "Nur wer Arbeit hat, darf bleiben", alle andern raus, 300 DM und Flugticket! Bei den "eigenen" westdeutschen, pejorativ "Fremdarbeiter" genannten Ausländern nahm er es nicht so genau. Die durften sich Familienangehörige (auch Bräute) aus Anatolien, dem Libanon und aller Welt holen.

 

Fatima leistet Großartiges auf eigene Kosten und privat. Das ist toll. Aber das ZDF hat schlecht recherchiert und betreibt Meinungsmache mit Tränendrüsen. Es blendet die ökonomische Zerstörung der Beschäftigungsverhältnisse und die vom Westen aufgezwungene Ausländerpolitik in Ostdeutschland völlig aus. Es diskreditiert die Lebensleistung der In- wie Ausländer, die im Bereich der Ausländerbeschäftigung im Osten tätig waren. 

Nicht nur die Ausländer"behandlung" trennen Ost und West sondern auch deren

Rentenbewilligung. Klar hat die Mosambikanische Regierung unter Samora Machel die Beiträge kassiert ohne sie an die Berechtigten auszuzahlen, welche die Schulden ihres Landes in der DDR abarbeiten mussten. Die Westdeutschen sagen: Die haben aber nichts eingezahlt, also haben sie auch keinen Anspruch. Haben das denn die Russland-Deutschen, die Fremdrentenbezieher? Nein dafür zahlt die deutsche Regierung Renten aus unsern Steuern und zwar aus politischen Gründen, genauso wie sie den bald ausgestorbenen Madgermanes, den Angolanern u.a. Minirenten verweigert.

Meinungskommentar von Rainer H.H. Wendt

 

*Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gehört zum Geschäftsbereich des BMZ

Familienzusammenführung in Mosambik und Deutschland

Hier organisiert Fatima Woznica von Reencontro Familar die Familienzusammen-führung in Mosambik und Deutschland mit einem Netzwerk. Das ist aufwendig und kostet Geld, weshalb sie auf Spenden angewiesen sind. Und wenn man es recht besieht setzen Fatima und ihre Mitstreiterinnen das fort, was wir hier mit unserer Webseite hinterlassen haben.

Familienzusammenführung in Mosambik und Deutschland

Do 21.11.2019 | 19:30 | Brandenburg aktuell

DDR-GeschichteGeneration „Solibabys“

In den 1980ern kamen rund 15.000 Menschen aus Mosambik als Vertragsarbeiter in die DDR. Einige von ihnen pflegten Beziehungen mit deutschen Frauen. Schätzungsweise 1.500 Kinder wurden geboren. Doch nach der Wende mussten die Väter zurück nach Mosambik. Die Kinder blieben in Deutschland. Eine von ihnen ist Frances Kutscher aus Cottbus. Sie suchte jahrelang nach ihrem Vater und gründete den Verein "Solibabys". Beitrag von Mara Nolte und Annika Klügel

Soli-Babys Kinder von DDT-Vertragsarbeitern 

RESPEKT UND ANERKENNUNG

Internationale Tagung zu Mosambik und Deutschland mit dem Schwerpunkt
Vertragsarbeit und Experten anlässlich des 40. Jahrestages des Staatsvertrages
zwischen der VR Mosambik mit der DDR


22. – 24. Februar 2019 in Magdeburg

Lebendige Erinnerungen und ein schwieriges Erbe prägen einen wichtigen Teil der Beziehungen zwischen Deutschland und Mosambik. Vor vierzig Jahren schlossen die VR Mosambik und die DDR einen Staatsvertrag. Dieser beeinflusste die Lebenswege von über 22.000 Vertragsarbeiter*innen und mehreren Tausend Expert*innen. Beide Gruppen gerieten auf je eigene Weise in die Mühlen des Kalten Krieges. Bei der deutschen Wiedervereinigung konnten viele Belange nicht zufriedenstellend gelöst
werden. Besonders die Vertragsarbeiter*innen erfuhren wenig Anerkennung und Respektierung ihrer Leistungen. Auch wurden Gelder durch staatliche Stellen vorenthalten. Wichtige Fragen sind weiterhin nicht geklärt.
Mit Hilfe von Zeitzeug*innen, Betroffenen und anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse wird die Tagung nach Wegen von Respekt und Recht suchen
und den Austausch mit Behörden einfordern. Kunst und Musik helfen dabei die Erinnerung zu schärfen und das Leben zu feiern.


Auf ihr Kommen freut sich das Vorbereitungsteam:


Adelino Massuvira João, Suhl
Dr. Hans-Joachim Döring, Magdeburg
Almuth Berger, Berlin
Virgilio Uamusse, Burbach
Ibraimo Alberto, Berlin
Victor Faustino, Erfurt
Annette Berger, Magdeburg
Julia Oelkers, Berlin

 

Das gesamte Programm und weitere Information
zur Tagung unter:

 

www.oekumenezentrum-ekm.de/entwicklung-umwelt/Mosambik-Tagung-2019

 

Einladungsflyer
Änderungen am Programm und an den Gästen vorbehalten.
Faltblatt Mos-Tagung 2019 Anerkennung un[...]
PDF-Dokument [364.7 KB]

am 16. November 2915 zeigte die ARD um 23:30 Uhr die Doku

HONECKERS GASTARBEITER

armadaFILM

Der spät abends ausgestrahlte Film erweckte einmal mehr die Erinnerung an die Zeit Anfang der 90er Jahre in Deutschland.  Der Film erhellte die Geschichte und liess die Zeitzeugen wie Almuth Berger, Tamara Hentschel u.a. zu Wort kommen. Was vom Film bleibt, ist - angesichts der vielen Flüchtlinge - die Erkenntnis, dass der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, die Kohlregierung und die Mehrheitsparteien im Bundestag die Chance vertan hatten, es im geeinten Deutschland besser zu machen, ein modernes Asyl- und Einwanderungsrecht zu schaffen, wie es die Bürgerbewegungen gefordert hatten. Chancen gab es auch in den Folgejahren, als man sich der alternden Bevölkerung bewusst wurde, die europäischen Grenzen öffnete und allmählich Zuzug von Spitzenfachkräften gestattete. Aber gleichzeitig beauftragte Wolfgang Schäuble (von 1998 bis 1991 Bundesinnen-minister) fernab von der Wahrnehmung der Bevölkerung ein technisch und personell rückständiges Bundesamt (BAMF), den Spruch "Deutschland ist kein Einwanderungsland" zu verwalten, um den Zuzug von Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten zu filtern. Das ging nicht auf, wie man 2015 und 2016 erleben konnte. Wer heute von "Krise" spricht, sollte hier beginnen, nach den Ursachen zu suchen. Er wird auch Vorschläge und Lösungsansätze finden. Sie sind so aktuell wie lange nicht mehr.

Entwurf für Deutschlands erstes Einwanderungsgesetz steht

Das meldete am 20.12.2018 der Nachrichtensender ntv

am 4. September 2013 meldete dpa

Vietnamesische Pfleger freuen sich auf ihren Einsatz in Deutschland

In Vietnam bereiten sich Pflegekräfte bei deutschen Sprachkursen auf ihren Einsatz in Deutschland vor, um dann eine zweijährige Ausbildung an ihrem Einsatzort zu absolvieren. Schließen sie diese erfolgreich ab, dürfen sie für weitere drei Jahre in Deutschland arbeiten. Dann können sie entscheiden, ob sie in ihr Heimatland zurückkehren oder länger bleiben möchten.

 

hier der Wortlaut der Meldung aus der Sächsischen Zeitung SZ online =>

 

meldete am 21.03.2012 dapd

Hoffnung für DDR-Heimkinder - 40 Millionen-Fonds aufgelegt

hier auf dieser Seite die dapd Meldung vom 21.03.2012 im Wortlaut =>

Zählen die Kinder aus Namibia auch dazu, die in Bellin bei Krakow am See (Meck/Pomm) und in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) in DDR-Heimen untergebracht waren?

Über keine anderen Heimkinder in der DDR ist in den Medien mehr berichtet worden als über die Waisenkinder aus Namibia. Hier dürfte es keine Aufzeichnungslücken geben. Weitere Informationen dazu =>  http://www.fonds-heimerziehung.de

 

http://www.landesbeauftragter.de/beratung/ddr-heimerziehung/

Erstmals gesteuerte Zuwanderungspolitik in Deutschland

Das meldete am 7.12.2011 das Bundeswirtschaftsministerium

Siehe dazu unter: neuer EU-Aufenthaltstitel, "Blaue Karte EU"

 

Für Fachkräfte ergaben sich seither Chancen für einen Arbeitsplatz oder die Niederlassung als Unternehmerin oder Unternehmer mit einer eigenen Firma, so man für die Übergangszeit über genügend eigenes Geld verfügt. Informationen dazu gibt es unter dem Titel:

 

                                              MAKE-IT-IN-GERMANY

 

Über kein anderes Verfahren als das obengenannte ist ein Aufenthalt in Deutschland möglich, um hier eine Anstellung zu finden.

 

Asylanträge zwecks Arbeitssuche oder Arbeitsaufnahme werden grundsätzlich abgelehnt und führen nicht zu einem Aufenthalt.Sie führen zu Leid und Verarmung, was im Herkunftsland durch die Familie noch abwendbar wäre. Aber die Schlepper nehmen einem noch das letzte Geld auf einem lebensgefährlichen Weg, an dessen Ende die Zurückweisung ins Heimatland steht.

Familienzusammenführung, Heirat oder elterliche Sorge für ein deutsches Kind sind zeitlich begrenzt, mit Verpflichtungen verbunden und müssen vom Herkunftsland aus in Deutschland beantragt werden. Sie sind langwierig, kostspielig und selten. Und man muss Deutsch sprechen und das hier lesen können.